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Wieder so ein Ruten-Kasperl an der Küste: Aber:

15 Nov

Sie werden nie wieder sagen das ist BLÖDSINN!
Das sagt ein „seit 18 Jahren international anerkannter Rutengänger und Kinesiologe“ Er hält gleich zwei Vorträge in Calpe. Nicht etwa, um etwas zu verkaufen (steht in seiner Anzeige in der Costa Blanca Zeitung) Dort kann man auch die „Sache mit dem Blödsinn“ nachlesen. Natürlich auch über „böse Erdstrahlen, Wasseradern und was die alles anrichten können! Lauter schlimme Sachen!
Natürlich wird nach der „Lektüre“ dieses Schwachsinns eines klar: Es gibt ja schon so ein kleines Kästchen, das einer alten Frau, der die Ärzte nur noch wenige Wochen zu leben gaben, plötzlich half. Auch ohne die schweren Betten umzustellen.
Der erstaunte Leser liest auch, wie es ihr von Tag zu Tag besser ging! (Wahrscheinlich startete sie auch bald bei einem „Marathonlauf“ vom Bett zum Klosett?) Sie starb, nicht wie die „dummen“ Ärzte meinten nach wenigen Wochen, Nein, sie lebte noch 10 Jahre!
Halleluja! Möchte man da fast rufen!
Jedenfalls: Die Anzeige für diesen „Auftritt“ des „international anerkannten „Schmähführers“ nimmt drei viertel einer Seite der Parkwächter-Zeitung in Anspruch. Der Preis dafür ist sicher heiß….
Dazu der Mietpreis des Saales, in dem die „Veranstaltung“ statt findet….
Ein echter Menschenfreund scheinbar, dieser Herr mit Brille (ist immer von Vorteil, wie auch bei Maklern und Heilpraktikern)
Ich frage mich nur, warum dieser „begnadete“ Herrr noch nicht im Fernsehen seine Fähigkeiten bewies? Da gibt es doch eine Prämie von einer Million, wenn ein „Rutengänger“ die künstlich angelegten Wasseradern (Leitungsrohre) ausmachen kann. Aber auch Wahrsager oder andere Vollkoffer, die glauben ohne viel Arbeit zu viel Geld zu kommen, da sie ja Geistheiler etc. sind, konnten diese Summe in England noch immer nicht „verdienen“::::
Hier ein Auszug von bible-only.org zu dem Thema:
Unter Begleitung des Hessischen Rundfunks führte die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchungen von Parawissenschaften – GWUP den „Wünschelruten-Test Kassel“ durch: Rund 100 Wünschelrutengänger hatten sich gemeldet. Die Mehrheit gab an, fließendes Wasser in künstlichen Leitungen mit 90 bis 100 prozentiger Sicherheit bestimmen zu können. Einige Radiästheten behaupteten, auch Bodenschätze wie Kohle, Metalle u.a. aufspüren zu können. Im Doppelblindversuch (d.h. weder der Versuchsleiter noch die Rutengänger kannten die Lage der Wasserrohre) und mit einem ausgesetzten Preisgeld von 10.000 Euro wollten die 20 für den Test übrig gebliebenen Rutengänger zunächst Störzonen ermitteln, um dann anschließend den Wassertest und 14 von ihnen auch das „Kisten-Experiment“ durchzuführen, d.h. in Kisten deponierte, von ihnen ausgewählte Gegenstände aus Gold, Silber, Kupfer, Eisen, Kohle oder einen Magneten aufspüren. Das Ergebnis war für alle Wünschelrutengänger erschütternd: Jeder Rutengänger ermittelte „Störzonen“ an anderen Stellen, die in erheblicher Entfernung voneinander lagen. Jeder Versuchsteilnehmer erklärte „seine“ Störzone mit einer anderen Ursache: Wasseradern, vergrabene Metalle, „Globalgitter-Netz“ usw. Die Treffer beim Wassertest und Kistenexperiment waren Zufallsergebnisse. Zusammenfassend stellten die Versuchsleiter fest: „Keiner der Rutengänger konnte unter den gesetzten Bedingungen mit der erforderlichen Trefferquote Wasser in Rohren oder Gegenstände in Behältern finden … Das Versuchsergebnis bestätigt damit die Zufallshypothese“ (ebd.). Das heißt mit andern Worten: Die Treffer hätten auch von jedem beliebigen Teilnehmer durch Raten erbracht werden können. In zahlreichen Versuchen wurden Wohnungen von mehreren Rutengängern (nacheinander) auf „Erdstrahlen“ untersucht – mit dem Ergebnis, dass unter Betten, die an „störfreie“ Stellen verschoben worden waren, von anderen Rutengängern „besonders schädliche Kreuzungszonen“ geortet wurden. Studien beweisen: Erfolge von Rutengängern bei der Wassersuche beweisen nicht ihre „Strahlenfühligkeit“, sondern bestätigen nur, dass in Deutschland nahezu überall Wasser gefunden werden kann – höher oder tiefer -, da nach geologischem Befund das Grundwasser flächig steht. Schädigende Wirkungen von Erdstrahlen gibt es nicht, da es keine Erdstrahlen gibt. Die auf dem Esoterikmarkt angebotenen „Strahlenschutzgeräte“ werden häufig mit der Warnung geliefert: „Vorsicht! Beim Öffnen des Gerätes geht die Wirkung verloren.“ Wer das Gerät dennoch öffnet, findet oft wertlose Altmaterialien.
Also gehen sie brav zu dem Vortrag des Menschenfreundes (freier Eintritt) und „spüren“ sie bei dem Vortrag die „unglaublichen“ Auswirkungen…
Ich persönlich sage weiter „Blödsinn“ und zu Menschenfreunden, die viel Geld in Reklame, Reisen, Saal-Mieten etc. investieren! Die verantwortungslos Müll und „Beratung“ für viel Geld anbieten und auf die Leichtgläubigkeit (Dummheit?) der Mitmenschen hoffen. Machen Sie diese Hoffnungen zunichte!

Arschlöcher an der Costa Blanca? Besonders betroffen: Denia!

11 Okt

10 Jahre halte ich es hier bereits aus Nach sieben Jahren nahm sich meine Frau Andrea, eine Ärztin, in dieser Stadt das Leben. Prolos und Mob, Betrüger, Versager und Arschlöcher sind hier keine Mangelware. Dafür echte Freundschaften….

So begann ich diesen Blog, schrieb weiter, veröffentlichte ihn und am nächsten Morgen quälte mich mein schlechtes Gewissen. Es zwang mich nun zu einer novellierten Form des „Berichtes“:
In Denia gibt es einfach keine Arschlöcher, keine Betrüger und keine Loser. In diese Stadt kommen, neben studierten Maklern, speziellen Bockwurst-Verkostern und natürlich hochqualifizierten Putzfrauen auch Edel-Maurer, liebevolle Palmenpfleger, diplomierte Poolreiniger und ausgebildete Spezial-Hilfsarbeiter. Sie bereichern die einheimische VIP-Szene und sprechen oft im geliebten Chemnitzer oder Leipziger Hoch-Deutsch. Viele warfen das Hartz IV Projekt über Bord und beginnen hier ein neues Leben. (Berichte darüber u.a. bei RTL in „Goodby Deutschland“)
Die besten deutschen Ärzte verzichten auf eine Bilderbuch-Karriere oder Professur in ihrer Heimat, um den zugereisten Menschen mit Zusatzversicherungen, in den ehemaligen Fischerdörfern entlang der Costa Blanca, zu „helfen“. Das hat natürlich alles Nachwehen: Die Luxus- Feinkostläden wie der „Käfer“ in München oder „Julius Meinl am Graben“, letzteres kulinarisches Gesamtkunstwerk und Österreichs erste Adresse für Gourmets und Genießer, klagen schon über den Schwund der Genießer, die an die Costa-Blanca, speziell nach Denia, auswandern.
Hier kauft die Frau (oder Mann) von Welt bei „LIDL“, ALDI“ oder Mercadona“ die einheimischen Spezialitäten wie „Kraken-Paulis“ Geschwister, ein.
Hier geht die Post ab, liebe Leute. Zwar keine echte Disco, kein wirkliche Promenade, dafür die (Hüstel) Prachtstrasse und „Mega“ Shopping-Meile Marqués de Campo mit ihren Luxuriösen Läden und Lokalen. Hier flanieren die Reichen und Schönen im teuren Outfit. Wie das abgebildete Bavaria: Treffpunkt deutscher Biertrink-Kultur-Berreicherer! Also buchen Sie bei Ryan-Air und ab in ein neues Leben: Nach Denia….
Dort erwarten Sie immer freundliche Spanier und vor allem: Nette, hilfsbereite Landsleute, die immer einen Rat oder Tip parat haben! (wo sie oft „mitschneiden“…