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Völker der EU: Vernehmet die Signale!

18 Jul

Wien/Madrid. Das gab es in Europa bislang nur zu Kriegszeiten: Als erstes EU-Land führt Spanien eine Sonderabgabe auf alle Sparguthaben ein. Die Regierung in Madrid hat das Gesetz schon Anfang Juli beschlossen, doch ist das damals wegen der Fußballweltmeisterschaft im Ausland niemandem aufgefallen. Und auch den meisten Spaniern wird erst jetzt so richtig bewusst, was auf sie zukommt….

weiterlesen auf „Unautorisiertes Amt-Radio Schwachsinn

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Spanien präsentiert Sparpaket und andere Spektakel (Debakel?)

20 Aug

Angesichts der angeschlagenen Wirtschaft und der hohen Arbeitslosigkeit in Spanien kündigt die Regierung in Madrid neue Maßnahmen im Kampf gegen die Krise an. Sie sollen das Wachstum fördern und den Bausektor wiederbeleben.

schreibt n-tv in einer Meldungsübersicht (siehe auch den Rest weiter unten) So soll auch der Bausektor angekurbelt werden, falls es der Gott der Korruption will. Wenn ich aber aus dem Fenster blicke und fertige, aber unbewohnte Neubauten seit Jahren vor sich hergammeln sehe, stelle ich mir schon die Frage: Was soll noch dazu gebaut werden? In Denia will man nun, mit Geldern der Landesregierung in Valencia, also EU-Geldern der „vereinten“ Netto-Zahler aus Deutschland, den Niederlanden und Österreich, ein Theater am Meer bauen. Will man damit der Provinzbevölkerung, die mehrheitlich aus Orangen-Bauern, einer von der Arbeitslosigkeit besonders stark betroffenen Jugend und Fischern besteht, Kultur näher bringen?  Wenn ja, welche?

Genügt da nicht die traditionellen Tierquälereien, wie wehrlose, angsterfüllte junge Stiere johlend ins Meer treiben („Bous a la Mar“)? Oder die kitschigen Umzüge wie „Moros y Christianos„?

Dazu die Fallas, wo große, bunte Figuren aus Holz und Pappmachée auf den Straßen und Plätzen der Stadt aufgestellt werden. Sie stellen Aktuelles und Historisches auf satirische und humorvolle Weise dar. In der letzten Nacht werden die „Kunstwerke“ schließlich den Flammen übergeben. Der „Spass“, der in Flammen aufgeht, ist auch nicht billig, besonders in Valencia:

Es gibt sogar einen eigenen Stadtteil für die Herstellung der Fallas, die Ciudad del Artista Fallero. Hier in der Stadt des Fallakünstlers stehen riesige Fabrikhallen, in denen die Fallas entworfen, gebaut und später montiert werden.  Je nach Geldbeutel des Vereins werden auch einmal berühmte Künstler oder Bildhauer mit dem Entwurf der Fallas beauftragt. Für ihre Falla ist den Valencianos übrigens nichts zu teuer. Bis zu einer Million Euro kann so eine Figurengruppe kosten. Quelle: Die Fallas in Valencia.

Nun aber zurück zu den Maßnahmen von Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero, dem „Schuster“, der nicht bei seinen Leisten blieb: 

Mit einem neuen Sparpaket will sich Spanien aus der Schusslinie der Finanzmärkte retten. Haushaltsentlastungen über fünf Mrd. Euro sollen der Regierung in Madrid helfen, ihre Defizitziele zu erreichen. Dabei wagt die viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone einen Spagat aus Budgetsanierung und Konjunkturimpulsen, ohne drastische Einschnitte vorzunehmen. Die regierenden Sozialisten von Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero wollen sich ihre Chancen für die Wahlen im November nicht verderben. …

….Um der schwächelnden Bauindustrie auf die Beine zu helfen, plant Spanien vorübergehend eine Steuersenkung für Hauskäufer. Sie sollen bis zum Jahresende beim Kauf neuer Immobilien nur noch eine Mehrwertsteuer von vier Prozent zahlen statt bislang acht Prozent….

….Mittlerweile wächst die Wirtschaft zwar wieder, aber nur minimal. Das Parlament soll kommende Woche über die Pläne abstimmen, die bei Volkswirten auf Skepsis stießen. „Bedenkt man, dass in der ganzen Euro-Zone die Wachstumserwartungen nach unten geschraubt werden und an den Finanzmärkten hohe Unsicherheit herrscht, dann bleibt unklar, ob diese Maßnahmen ausreichen, die Defizitprognosen zu erfüllen“, sagte Marco Valli von UniCredit. Er gehe aber davon aus, dass Madrid notfalls zusätzliche Schritte gehen werde. Das Defizit soll in diesem Jahr auf sechs Prozent der Wirtschaftsleistung gedrückt werden von 9,2 Prozent 2010. Quelle: n-tv.de